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Merck baut Pharmageschäft
aus Darmstadt 1.10.97
- Die Merck KGaA erwirbt den Generika-Hersteller Durachemie GmbH mit Sitz
in Wolfratshausen (Bayern) zum 1. Oktober 1997 und das OTC Geschäft
von Kytta Siegfried Pharma GmbH in Alpirsbach (Baden-Württemberg)
zum 1. November 1997.Beide Geschäfte gehörten zu dem amerikanischen
Konzern American Home Products (AHP) mit Sitz in Madison, New Jersey.
Mit diesen Akquisitionen setzt Merck konsequent seine Pharmastrategie
fort: Ausrichtung auf die Kerngeschäfte mit verschreibungspflichtigen
Originalpräparaten (`Ethische Arzneimittel'), Generika und Selbstmedikation
(OTC). Mit dem Erwerb Durachemie und den Kytta OTC-Produkten wird die
Präsenz in Europas größtem Markt, Deutschland, gestärkt
und die Basis für weiteres Wachstum geschaffen. Durachemie ist spezialisiert
auf das Marketing und den Vertrieb von Generika (Nachahmerprodukte) und
erzielte ein Umsatzvolumen von rund 95 Mio DM (1996). Mit mehr als 70
Präparaten deckt Durachemie umsatzstarke Indikationsgebiete ab, u.
a. Herz/Kreislauf, Zentrales Nervensystem und Fettstoffwechsel. Das erworbene
Unternehmen beschäftigt über 100 Mitarbeiter in Deutschland,
die mit dem Unternehmen übernommen werden. Zusammen mit der seit
1996 bestehenden Merck Generika GmbH wird Merck zu den 10 größten
Anbietern von Generika in Deutschland zählen. Merck ist das einzige
Unternehmen mit weltweitem Generikageschäft. 1996 erzielte Merck
mit Generika einen Gesamtumsatz von 620 Mio DM. Im 1. Halbjahr 1997 wurden
bereits ca. 500 Mio DM erreicht. Das entspricht einem Zuwachs von 71,4
Prozent gegenüber dem 1. Halbjahr 1996. Mit der Akquisition der OTC-Linie
der Kytta Siegfried Pharma GmbH erweitert Merck das bestehende Selbstmedikationsgeschäft
in Deutschland. Bei den Kytta Produkten handelt es sich um Präparate
auf rein pflanzlicher Basis, den sogenannten Phytoprodukten. Dieses Marktsegment
hat in Deutschland eine Größe von 2,5 Mrd DM und wächst
überproportional im Vergleich zum gesamten Pharmamarkt. Kytta besitzt
bekannte Markenpräparate, unter anderem das Kytta Sedativum zur Beruhigung
und die Kytta Salbe gegen Rheuma. Mit den Produkten wurde 1996 ein Umsatz
von fast 40 Mio DM erzielt. Die Akquisition der Kytta Produkte stellt
für Merck die dritte bedeutende Akquisition innerhalb von zwei Jahren
im Kerngeschäft OTC dar. Merck erzielte 1996 in diesem Geschäftsfeld
einen Umsatz von 308 Mio DM. Im 1. Halbjahr 1997 wurden ca. 200 Mio DM
erreicht. Im Vergleich zum 1. Halbjahr 1996 entspricht dies einem Zuwachs
von 54,6 Prozent. Pressemitteilung 1. Oktober 1997 |